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Querenhof

Adresse:
Familie Wansart
Querenhof
Hauptstr. 59
54668 Alsdorf/ Eifel
Tel. 06568/303

e-mail: wansart@querenhof.de

Besucherzaehler 

Waldbau / Forstwirtschaft

Zum Querenhof gehören etwa 26 ha Wald in 12 Teilstücken, ein großer Teil davon auf den Gemarkungen Scheuern und
Fischbach-Oberraden.
Damit gehört er zur Gruppe der Kleinprivatwaldbesitzer und ist Mitglied in der Forstbetriebsgemeinschaft Waldbauverein Bitburg,
der gemeinsam mit dem Privatwaldbetreuer des hier zuständigen Forstamtes Neuerburg auch bei der Nutzholzvermarktung
behilflich und beratend tätig ist.Waldrand
Die Wälder sind über diesen
Zusammenschluss
PEFC-zertifiziert und werden
nach den Grundsätzen
nachhaltiger Forstwirtschaft
bearbeitet.
Dieser Begriff, schon vor
200 Jahren von Berghaupt-
mann Hans Carl von Carlowitz
geprägt, besagt, dass auf
Dauer nicht mehr Holz aus
dem Wald entnommen wird,
als zeitgleich nachwächst.
Das sind dann in unserer
Region je nach Standort
pro ha zwischen 4 und 8 fm
(Festmeter).

Der Aufwuchs der hofeigenen
Wälder ist sehr unter-
schiedlich: Es gibt Buchen-
wald ebenso wie Fichtenforste,
Jungkulturen wie auch hiebs-
reife Bestände.
Im Neuerburger Raum gehört
dazu auch Nieder- bzw. Mittel-
wald, sogenannte Lohhecken,
also Eichenwälder, vorwiegend
aus Stockausschlag, die
früher der Gewinnung von
Gerberlohe dienten.

Alle diese Waldformen werden
im Rahmen der arbeitsmäßigen Möglichkeiten
genutzt und gepflegt. Dabei wird naturnaher Waldbau angestrebt.
So werden also in einem gewissen zeitlichen Turnus, der je nach Bestand sehr unterschiedlich ist, Pflege und Nutzungsmaßnahmen
durchgeführt.
Zum Beispiel kann ein älterer Laubwald ohne weiteres ein ganzes Jahrzehnt sich selbst überlassen bleiben, Kalamitäten wie etwa Wind-
wurf einmal ausgenommen, ohne das waldbaulich Notwendiges versäumt wird.
Junger Wald, besonders mit Nadelbäumen, braucht im Optimum eine Durchforstung alle 5-7 Jahre. Dabei werden in der Regel die
schwächeren und qualitativ weniger gute Exemplare entnommen oder, wenn keine Verwertung möglich ist, einfach nur nieder-
geschnitten.

Solange die Bäume noch sehr dünn sind, sind diese Maßnahmen nicht kostendeckend, aber notwendig zum Aufbau stabiler und später
wertvoller Bestände.
Dabei ist Nadelholz für den Waldbauern kostenmäßig vorteilhafter:
Bereits ab einem mittleren Stammdurchmesser von 10 cm ist eine Vermarktung als Nutzholz die Regel. Die Laubholzarten dagegen
liefern bis zum Alter von 50 (Kirsche) bis 80 (Buche, Eiche) Jahren normalerweise nur Brennholz.
Dafür sind sie für die Gesunderhaltung des Bodens und überhaupt für eine vernünftige Waldökologie unentbehrlich.
So versucht man dann als Waldbauer - für Förster ist das nicht anders - eine dem jeweiligen Standort entsprechende vernünftige
Mischung zu erreichen.

Dabei braucht man jedoch für die meisten Waldstücke erst gar keine großen Überlegungen dieser Art anzustellen:
Viele Bestände wurden in früheren Jahrzehnten von den Vorfahren oder auch von völlig Fremden nach damaligen Gesichtspunkten
angelegt oder sind durch Naturverjüngung entstanden und vielleicht im mittleren Alter. Man muss dann mit dem vorhandenen Baum
bestand weiterarbeiten und die gegebenen Möglichkeiten sinnvoll nutzen.Naturverjüngung

Zum Bild rechts:
Es wird oft diskutiert, auch von Naturschutzseite, ob
Laub- oder Nadelwald am jeweiligen Standort oder
auch überhaupt, sinnvoller ist.
Von Natur aus kann es aber auch möglich sein, dass
es im Wald eine Art Fruchtfolge, wie bei ordnungs
gemäßer Landwirtschaft gibt; dass also eine
Abfolge von Baumarten an einem bestimmten Standort
stattfindet. Das findet allerdings in Zeiträumen statt,
die über ein Menschenleben hinausgehen.

Auf diesem Bild aus dem Scheuerner “Karbüsch” ist
gut zu sehen, dass die Naturverjüngung links im
Buchenwald vorwiegend aus Fichten besteht, während
rechts unter den Fichten fast nur Buchen wachsen.

Zeigt sich in einem älteren Wald Naturverjüngung, ist das in der Regel erwünscht und für den Waldbauern ein feine Sache und man versucht,
die jungen Bäume bei Hiebsmaßnahmen zu schonen und beizeiteFichtenkulturn durch Auslichtung des Altbestandes im Wuchs zu unterstützen.

Die  Alternative zur Bestands-
begründung ist ist nämlich wesentlich
arbeitsintensiver und teurer:

Die Pflanzung von Jungbäumen ist
zwar auf Freiflächen - hier eine
Aufforstung von hängigem Grünland -
maschinell möglich, muss aber an vielen
Stellen von Hand vorgenommen werden.

Damit ist es aber nicht getan, solch eine
Jungkultur erfordert bis zur
Etablierung einige Jahre erheblichen
Pflegeaufwand.

Dabei ist der Aufwand und die Arbeit
bei Nadelholz noch überschaubar,
während Laubbäume in der Kultur-
pflege äußerst schwierig sind.

Hinzu kommt, dass z. B. Buchen oder
Eichen viel besser im Dichtstand der
Naturverjüngung und unter dem Schirm
großer Bäume aufwachsen und dort eine
bessere Qualität entwickeln.
Gepflanzt neigen sie zu sehr astigem und
buschigem Wachstum.

Hinzu kommt die Problematik bei hohen
Wildbeständen durch Verbiss und Fegeschäden, die allerdings bei viel Reh- und Rotwild auch bei Nadelbäumen auftritt. Die Naturverjüngung ist
hiervon zwar auch betroffen, jedoch verteilen sich die Schäden auf eine größere Anzahl von Pflanzen, die sich gegenseitig etwas schützen.

Pflanzung mit der Maschine:

Der Traktor zieht das Schar der Pflanz-
maschine durch den Boden, in die so
entstandene Furche werden die Pflanzen
von Hand eingelegt und durch schwere
Rollen angedrückt.

Der Wald im Hintergrund ist eine
sogenannte Lohhecke.

Maschinenpflanzung
Aufforstung
Freistellen
Laubholzpflanze
Freistellen:

Wenn die gepflanzten Bäume sich entwickeln
sollen, ist es unerlässlich, sie von verdämmenden
Bewuchs freizustellen.

Dazu muss man sie zuerst einmal finden. Das ist
bei Nadelbäumen nicht immer einfach.
Besonders genau muss man aber bei
Laubbäumchen (Bild oben) hinschauen.

Es muss nicht gehackt werden. Ausreichend ist
es, zumindest den Gipfeltrieb und wesentliche
Äste frei zu machen.

Als Werkzeuge dienen je nach Bewuchs Sichel,
Kulturhippe, Motorfreischneider oder leichte
Motorsäge.

Fegeschaden

VerbissschutzWildschäden:

Junge Bäume sind für
einige Wildarten sehr
attraktiv.

Links ein alter Fege-
schaden durch den
Rehbock. Diese Douglasie
kann ihn durch Neu-
austrieb kompensieren,
benötigt dafür aber
mehrere Jahre.
Meistens ist es für die
jungen Bäumchen aber
das Ende.

Verbissschäden sind nicht
so augenfällig aber nicht
weniger problematisch,
besonders wenn es die
Endknospe betrifft.
Dagegen hilft in
gewissem Maße die regel-
mäßige Anwendung von
Verbiss- und Fegeschutz-
mitteln.

Oder aber viel mehr Jagd.

Lärchen

Die Lärchen im Vordergrund sind etwa 15 Jahre alt
und leiden nicht mehr unter konkurrierendem Bewuchs.
Im Gegenteil: Brombeerranken und Unterholz
bieten einen gewissen Schutz gegen das Fegen durch
Hirsche, die dazu auch besenstieldicke Bäume nutzen.

Die großen Fichten werden bald gefällt, solange es ohne
größere Schäden noch möglich ist.

Die Fichten unten im Tal sind etwa 30 Jahre alt und
haben die Erstdurchforstung bereits hinter sich.

Auszeichnung
Durchforstungsrückstand

Zwei etwa gleich alte Fichten/Douglasien-Wälder: Links mehrmals durchforstet, rechts nach der Jungkulturpflege vernachlässigt. Auch rechts
dünnt sich der Wald selbst aus, damit die stärksten Bäume mehr Platz haben.
Für den Forstwirt ist links allerdings ertragreicher. Die rot markierten Bäume sind nach gewissen fachlichen Regeln ausgewählt und werden
gefällt.

Durchforstung

Das Ergebnis sieht dann so
aus: Schwächere Bäume oder
solche, die stark mit sehr guten
konkurrieren, werden gefällt.

Die Bäume mit den besten
Stämmen, möglichst gleich
mäßig über die Fläche verteilt
können um so besser weiter
wachsen (positive Auslese).

Seilwinde
Fichtenstämme

Nach der Entastung und Aufarbeitung werden die Stämme mit der
Seilwinde aus dem Bestand gerückt und an einem LKW-fähigen
Weg in der Nähe in Form eines sog. Holzpolters zur Abfuhr
bereitgestellt.


LaubwaldFasseiche

Die Holzernte im Laubwald ist in
jeder Hinsicht schwieriger und
auch gefährlicher, als im Nadelholz.

Das hängt mit den anderen Holz
eigenschaften, unregelmäßigerem
Wuchs der Bäume, anderen
Kronendimensionen und -formen,
dem höheren spez. Gewicht und
noch anderen Bedingungen
zusammen.

Hier sieht man eine frisch gefällte
etwa 180-jährige Eiche.
Solch einen Baum fällt man als
Waldbauer nur ein- oder wenigemal
im Leben.
Das untere, astfreie Stammstück
ist normalerweise als Furnierholz
sehr wertvoll.
Leider muss man hier in Alsdorf
und besonders in diesem Wald-
distrikt bei allen Bäumen ab einem
Alter von 80 Jahren mit Besplitterung
durch Granaten in den letzten Kriegmonaten rechnen. Deshalb wird der astfreie Teil als Fassholz verkauft. Da für Fassdauben der Stamm nicht abgeschält oder zersägt, sondern gespalten wird, sind einzelne, kleine Eisensplitter weniger problematisch.
Der Rest des Baumes wird zu Brennholz gemacht. Auch die anderen Bäume in diesem Wald - meistens Buchen - werden nur in Ausnahmefällen als
Nutzholz verkauft; das meiste wird wohl als Brennholz verarbeitet. Die neue Baumgeneration, links und in der Bildmitte zu erkennen, wird dann
hoffentlich ohne Granatsplitter aufwachsen.

Hier ist eine größere Menge Buchenstämme zwischengelagert. Man
kann gut erkennen, das für Brennholz
sehr unterschiedliche Qualitäten
geeignet sind.
Der Einschnitt und das Spalten müssen
bald erfolgen, da Buchenholz sonst
“verstockt”, also durch Feuchtigkeit und
Pilzbefall im Brennwert gemindert wird.

Nach der Zerkleinerung sieht das Brenn-
holz dann wie auf dem unteren Bild aus.
Es wird in dieser Form gelagert, bis es
trocken ist.

Buchenholzpolter
Brennholzbündel

Für jede Arbeit die passende Motorsäge:

Von rechts nach links:
Schwere Fäll- und Ablängsäge, auf Grund des Gewichts
nur bei sehr dicken Stämmen in Einsatz,
mittlere Fäll- und Ablängsäge, auch zum Aufasten und
den Brennholzeinschnitt,
leichte Säge für die Schwachholzernte und zum Auf-
asten,
Baumpflegesäge für Jungwuchspflege (freistellen),auch
zum Hecken- und Obstbaumschnitt.

Motorsägen
Buchenwald

Waldbilder:

Das linke Bild zeigt einen Laubmischwald bei Scheuern, der
bald durchforstet werden soll und diesen Eingriff auch braucht,
da die Bäume sich bedrängen und praktisch keinerlei Unterholz
mehr vorhanden ist.
Die Doppelbuche im Vordergrund ist Grenzbaum und wird sicher
bis an ihr natürliches Lebensende stehen bleiben.

Zum Abschluss unten noch ein Foto aus dem Bialowieza-Urwald
an der Polnisch-Weißrussischen Grenze:
So ganz unähnlich ist er unseren Laubwäldern nicht und es gibt
erstaunlich viele gradschäftige Bäume (bis 40m hoch) guter
Qualität, aber nur relativ wenige sehr dicke Stämme.
Hier in der Kernzone des Nationalparks, in der jahrhundertelang
keinerlei forstliche Eingriffe getätigt wurden und werden, fallen zwei
Unterschiede sofort ins Auge:
Die große Menge an Totholz von um- oder zusammengebrochenen
Bäumen und anderen Gehölzen und die stellenweise üppige und
baumartenreiche Naturverjüngung mit Linden, Ahorn und Eichen
 - trotz Populationen von Reh- und Rotwild sowie Wisenten.
Dabei gibt es in der Kernzone keine Jagd, aber wohl zahlreiche
Wölfe und Luchse.

Urwald

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